Dr. Kosmas SIDIROPOULOS
Orthopedic and Traumatology Clinic 4 Rue Pierre de Coubertin, Bonnevoie-Nord-Verlorenkost Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Englisch
Betroffene Fachrichtungen : Orthopädischer Chirurg, Allgemeinmediziner, Rheumatologe
Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung: Der Knorpel, der die Gelenkflächen schützt, wird nach und nach dünner, das Gelenk schmerzt und wird steif. Betroffen sind vor allem Knie, Hüfte, Finger und Wirbelsäule. In Luxemburg ist der Hausarzt die erste Anlaufstelle; je nach Verlauf überweist er an einen Rheumatologen oder einen Orthopäden beziehungsweise Unfallchirurgen.
Viele Menschen glauben, Arthrose sei ein unaufhaltsamer Alterungsprozess, gegen den man nichts tun könne. Das stimmt so nicht. Das Alter spielt eine Rolle, aber genauso zählen Übergewicht, frühere Verletzungen, Fehlstellungen und vor allem Bewegungsmangel. Knorpel hat keine eigenen Blutgefäße. Er wird ernährt, indem das Gelenk bewegt und be- und entlastet wird, ähnlich wie ein Schwamm, der sich vollsaugt und wieder ausgedrückt wird.
Wer sich aus Angst vor Schmerzen schont, entzieht dem Knorpel genau diese Versorgung. Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung wie Radfahren, Schwimmen oder zügiges Gehen ist deshalb keine Zumutung, sondern die wirksamste Grundbehandlung. Auch der Aufbau der Muskulatur rund um das Gelenk entlastet den Knorpel spürbar.
Typisch ist der sogenannte Anlaufschmerz: Die ersten Schritte nach dem Aufstehen oder nach längerem Sitzen tun weh, dann läuft sich das Gelenk ein. Später schmerzt es auch bei Belastung, im fortgeschrittenen Stadium sogar in Ruhe oder nachts. Weitere Anzeichen sind:
Nicht jedes Gelenk ist gleich betroffen. Die Kniearthrose macht sich beim Treppabgehen und auf unebenem Boden bemerkbar, die Hüftarthrose strahlt gern in die Leiste oder sogar bis ins Knie aus, was die Zuordnung erschwert. An den Fingern fallen zunächst knotige Verdickungen an den Endgelenken auf, die vor allem Frauen nach den Wechseljahren betreffen. Und an der Wirbelsäule äußert sich der Verschleiß als tiefsitzender Rücken- oder Nackenschmerz, der nach längerer gleicher Haltung zunimmt. Wer solche Beschwerden über Wochen beobachtet, sollte sie nicht als normales Altern abtun.
Arthrose verläuft selten gleichmäßig. Phasen mit wenig Beschwerden wechseln sich mit sogenannten aktivierten Schüben ab, in denen sich das Gelenk entzündet, anschwillt und deutlich stärker schmerzt. Ein Schub ist unangenehm, aber behandelbar. In dieser Phase darf das Gelenk vorübergehend geschont und gekühlt werden; entzündungshemmende Medikamente können helfen, worüber der Arzt entscheidet. Sobald der Schub abklingt, gilt wieder: in Bewegung bleiben.
Wer über mehrere Wochen Gelenkschmerzen hat, sollte den Hausarzt aufsuchen. Er untersucht das Gelenk, veranlasst bei Bedarf Röntgenbilder und leitet die Basisbehandlung ein. Der Rheumatologe kommt ins Spiel, wenn unklar ist, ob wirklich Arthrose oder eine entzündliche Gelenkerkrankung wie Rheuma dahintersteckt, oder wenn mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen sind. Der Orthopäde oder Unfallchirurg ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um Fehlstellungen, gezielte Infiltrationen oder die Frage nach einer Operation geht. Über Doctipro lassen sich Termine bei diesen Fachrichtungen in Luxemburg direkt online buchen.
Am Anfang stehen Untersuchung und Bildgebung, meist ein Röntgenbild, gelegentlich eine Magnetresonanztomographie. Die Behandlung folgt einem Stufenprinzip: zunächst Bewegung, Gewichtsreduktion und Physiotherapie, dann bei Bedarf Schmerz- und Entzündungshemmer, Einlagen oder Bandagen, später gegebenenfalls Injektionen in das Gelenk. Kinesitherapie wird in Luxemburg auf ärztliche Verordnung durchgeführt.
Arztbesuche, verordnete Physiotherapie und medizinisch notwendige Eingriffe werden von der luxemburgischen Gesundheitskasse nach den geltenden Regeln erstattet. Details zu Erstattung und Verordnungen finden sich auf der Seite der CNS unter cns.lu.
Ein künstliches Gelenk ist keine Frage des Röntgenbildes allein, sondern der Lebensqualität. Wenn Schmerzen trotz ausgeschöpfter konservativer Behandlung den Alltag bestimmen, der Schlaf leidet und die Gehstrecke immer kürzer wird, bespricht der Orthopäde die Möglichkeit eines Gelenkersatzes, am häufigsten an Hüfte oder Knie. Die Entscheidung fällt gemeinsam, ohne Zeitdruck. Moderne Prothesen halten in der Regel viele Jahre, und die allermeisten Patienten gewinnen deutlich an Beweglichkeit und Lebensqualität zurück. Bis dahin gilt: Jedes Kilo weniger und jede Trainingseinheit verschieben diesen Zeitpunkt nach hinten oder machen ihn ganz überflüssig.
Neben Bewegung und Gewicht gibt es weitere Stellschrauben im Alltag. Gutes Schuhwerk mit dämpfender Sohle entlastet Knie und Hüfte, ein Gehstock auf der Gegenseite kann in schmerzhaften Phasen die Gehstrecke verlängern, und Wärme tut vielen Gelenken außerhalb eines entzündlichen Schubs gut. Auch die Arbeitsumgebung lohnt einen Blick: Wer viel kniet, hebt oder in Zwangshaltungen arbeitet, kann mit dem Arzt über ergonomische Anpassungen sprechen. Nahrungsergänzungsmittel werden viel beworben, ihr Nutzen ist wissenschaftlich jedoch bescheiden; wer sie ausprobieren möchte, bespricht das am besten offen mit dem behandelnden Arzt.
Arthrose lässt sich nicht rückgängig machen, aber sehr gut steuern. Wer sein Gewicht im Blick behält, regelmäßig trainiert, Schübe ernst nimmt und ärztlich begleitet wird, kann über Jahre aktiv und weitgehend schmerzarm bleiben. Der wichtigste Schritt ist oft der erste: nicht abwarten, bis das Gelenk den Alltag diktiert, sondern frühzeitig einen Termin vereinbaren.
Diese Inhalte dienen nur zur Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Im Zweifel wenden Sie sich an einen Arzt; im Notfall wählen Sie die 112.
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Chirurgien orthopédiste spécialisé en chirurgie de la main et du poignet
Champs du Soleil Medical Centre in Steinfort 6 Rue Ermesinde 8416, Steinfort, Luxembourg Northern Hospital Centre (CHdN-Wiltz) 10 Rue Grande-Duchesse Charlotte, 9515 Wiltz , Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Englisch
Erste Anlaufstelle ist der Hausarzt. Bei unklarer Diagnose oder mehreren betroffenen Gelenken überweist er an einen Rheumatologen, bei Fehlstellungen oder der Frage nach einer Operation an einen Orthopäden oder Unfallchirurgen.
Nein, im Gegenteil. Der Knorpel wird durch Bewegung ernährt. Gelenkschonende Aktivitäten wie Radfahren, Schwimmen oder Gehen und gezielter Muskelaufbau gehören zur wirksamsten Grundbehandlung. Nur während eines akuten Schubs wird vorübergehend geschont.
Ein Schub ist eine Phase, in der sich das verschlissene Gelenk entzündet: Es schwillt an, wird warm und schmerzt deutlich stärker. Schübe klingen mit Schonung, Kühlung und ärztlich verordneter entzündungshemmender Behandlung meist wieder ab.
Eine Prothese wird erwogen, wenn Schmerzen trotz Bewegung, Physiotherapie und Medikamenten den Alltag und den Schlaf stark beeinträchtigen. Die Entscheidung trifft man gemeinsam mit dem Orthopäden anhand der Lebensqualität, nicht allein anhand des Röntgenbildes.
Arztbesuche, verordnete Physiotherapie und medizinisch notwendige Eingriffe werden von der luxemburgischen Gesundheitskasse nach den geltenden Regeln erstattet. Aktuelle Informationen dazu gibt es auf cns.lu.