Dr. Kosmas SIDIROPOULOS
Orthopedic and Traumatology Clinic 4 Rue Pierre de Coubertin, Bonnevoie-Nord-Verlorenkost Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Englisch
Betroffene Fachrichtungen : Orthopädischer Chirurg, Sportmedizin, Rheumatologe
Eine Sehnenentzündung (Tendinitis) ist eine Entzündung oder Reizung einer Sehne, jenes faserigen Stranges, der Muskel und Knochen verbindet. Sie folgt meist auf eine wiederholte oder übermäßige Belastung: eine sich wiederholende Bewegung am Ellbogen oder Handgelenk im Beruf, eine Schulterbewegung bei Schläger- oder Schwimmsportlern, wiederholte Fersenbelastung bei Läufern. Der Schmerz sitzt genau entlang der Sehne und verstärkt sich bei Belastung oder Druck auf die Stelle. In Luxemburg behandelt meist der Hausarzt oder ein Sportmediziner, bei Bedarf mit Unterstützung eines Rheumatologen oder Orthopäden.
Anders als ein Muskel heilt eine Sehne langsam, weil sie kaum durchblutet ist. Übersteigt die Belastung wiederholt ihre Erholungsfähigkeit, häufen sich Mikroverletzungen schneller, als sie ausheilen können – genau das ist eine Sehnenentzündung. Sie tritt an typischen Stellen auf, je nach Aktivität: die Schulter bei Überkopfarbeit oder Wurfsportarten, der Ellbogen bei Tennisspielern oder Handwerkern („Tennisarm“, „Golferarm“), die Achillessehne an der Ferse bei Läufern.
Der häufigste Fehler ist zu glauben, das Gelenk müsse komplett ruhiggestellt werden. Tatsächlich schwächt völliger Bewegungsstopp die Sehne und verzögert die Heilung fast ebenso wie das Weitermachen trotz Schmerz. Richtig ist die relative Schonung: die schmerzauslösende Aktivität reduzieren oder anpassen, dabei aber eine sanfte Beweglichkeit des Gelenks erhalten. Kühlung, kurzzeitige entzündungshemmende Mittel in Absprache mit dem Arzt, und vor allem gezielte, von einem Physiotherapeuten begleitete Übungen bilden die Basis der Behandlung. Diese sogenannten exzentrischen Übungen belasten die Sehne kontrolliert und schrittweise – genau diese dosierte Belastung regt die Heilung an, nicht völlige Ruhe.
Zu schnell zur auslösenden Aktivität zurückzukehren ist die häufigste Ursache für einen Rückfall. Schrittweise Steigerung ist die Regel: Intensität, Dauer oder Häufigkeit in kleinen Stufen erhöhen und darauf achten, dass der Schmerz am Folgetag nicht wiederkehrt. Eine fehlerhafte Technik im Sport oder Beruf, oder ungeeignetes Material (Schuhe, Schläger, Arbeitsplatz) verdient oft ebenfalls eine Überprüfung, sonst kehrt die Sehnenentzündung mit der Wiederaufnahme rasch zurück.
Leichte Beschwerden, die sich mit relativer Schonung und ein paar Wochen Anpassung bessern, brauchen meist keine Bildgebung. Ein Arztbesuch ist sinnvoll, wenn der Schmerz trotz dieser Maßnahmen anhält, stark wird oder Alltagsbewegungen behindert, oder bei einem plötzlichen, „schnappenden“ Schmerz, der auf einen Sehnenriss hindeutet. Ultraschall oder MRT, vom Arzt verordnet, klären dann den Zustand der Sehne.
Der Hausarzt oder ein Sportmediziner behandelt die meisten Sehnenentzündungen, unterstützt durch Physiotherapie. Ein Rheumatologe kommt hinzu, wenn die Diagnose unklar bleibt oder für bestimmte Eingriffe wie eine gezielte Injektion. Ein Orthopäde wird hinzugezogen, wenn die Sehnenentzündung mehreren Monaten guter Behandlung widersteht oder ein Sehnenriss bestätigt wird.
In Luxemburg übernimmt die Caisse nationale de santé ärztliche Konsultationen, verordnete Bildgebung und Physiotherapie gemäß den geltenden Regeln, die auf cns.lu beschrieben sind. Hausarzt oder Sportmediziner bleiben der natürliche erste Ansprechpartner vor jeder fachärztlichen Überweisung.
Ist der Schmerz abgeklungen, senken einige Gewohnheiten das Rückfallrisiko: passendes Aufwärmen vor der Belastung, schrittweise Steigerung von Trainingslast oder -umfang, Aufmerksamkeit für Ausrüstung und Arbeitsplatzergonomie, sowie regelmäßiges Dehnen der betroffenen Sehne. Eine gut behandelte Sehnenentzündung heilt in den allermeisten Fällen aus; oft ist es die Eile beim Wiedereinstieg, die aus einer einzelnen Episode ein chronisches Problem macht.
Sehnenentzündung wird häufig mit Gelenkschmerzen anderer Herkunft verwechselt, etwa einer Schleimbeutelentzündung oder einem Problem des Gelenks selbst. Der Unterschied liegt vor allem im genauen Ort des Schmerzes: Eine Sehnenentzündung schmerzt exakt entlang der Sehne und bei Bewegung des betroffenen Muskels gegen Widerstand, während ein Gelenkproblem sich breiter ausbreitet und alle Bewegungen des Gelenks einschränkt, auch passive. Diese Unterscheidung, die der Arzt durch eine gezielte Untersuchung trifft, lenkt die Behandlung direkt und verhindert, dass die falsche Stelle behandelt wird.
Manche Sehnenentzündungen, schlecht behandelt oder mehrfach zu früh wiederaufgenommen, entwickeln sich zu einer chronischen Form namens Tendinopathie, bei der die anfängliche Entzündung einer schrittweisen Degeneration des Sehnengewebes weicht. Die Sehne wird dann brüchiger, weniger elastisch, und der Schmerz, oft dumpfer, bleibt langfristig bestehen. Diese Entwicklung ist ein guter Grund, eine erste Sehnenentzündung nicht zu unterschätzen: Je früher und besser die Behandlung erfolgt, desto höher stehen die Chancen auf vollständige Heilung.
In der akuten Phase, wenn die Stelle warm und geschwollen wirkt, hilft Kühlung eher. Bei einer länger bestehenden, eher steifen Sehnenreizung ohne akute Entzündungszeichen kann sanfte Wärme vor der Belastung die Durchblutung fördern und die Beweglichkeit verbessern. Im Zweifel gilt: Was die Beschwerden spürbar lindert, ohne den Schmerz danach zu verschlimmern, ist die richtige Wahl.
Diese Inhalte dienen nur zur Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Im Zweifel wenden Sie sich an einen Arzt; im Notfall wählen Sie die 112.
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Chirurgien orthopédiste spécialisé en chirurgie de la main et du poignet
Champs du Soleil Medical Centre in Steinfort 6 Rue Ermesinde 8416, Steinfort, Luxembourg Northern Hospital Centre (CHdN-Wiltz) 10 Rue Grande-Duchesse Charlotte, 9515 Wiltz , Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Englisch
Nein, völlige Ruhigstellung verzögert die Heilung. Richtig ist die relative Schonung: die schmerzauslösende Aktivität reduzieren, aber eine sanfte Beweglichkeit erhalten.
Das hängt von der Lokalisation und Behandlung ab, aber meist sind mehrere Wochen guter Therapie nötig, bevor die Aktivität wieder voll aufgenommen werden kann.
Wenn der Schmerz trotz relativer Schonung und ein paar Wochen Anpassung anhält, stark wird, oder bei einem plötzlichen, schnappenden Schmerz, der auf einen Sehnenriss hindeutet.
Zunächst der Hausarzt oder ein Sportmediziner. Rheumatologe oder Orthopäde kommen hinzu, wenn die Behandlung nicht anschlägt oder ein Riss vorliegt.
Eine angepasste Aktivität ohne die schmerzhafte Bewegung ist oft möglich und sogar hilfreich. Die vollständige Rückkehr sollte schrittweise erfolgen, um einen Rückfall zu vermeiden.