Dr. Enrico CESCUTTI
Dr. Enrico Cescutti's Medical Practice 30 Route de Belvaux, 4510 Oberkorn Differdange, Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Italienisch Luxemburgisch
Betroffene Fachrichtungen : Allgemeinmediziner, Kinderarzt
Windpocken sind eine hochansteckende Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Varizella-Zoster-Virus. Typisch ist ein stark juckender Ausschlag aus roten Flecken und flüssigkeitsgefüllten Bläschen. Windpocken gehören zu den klassischen Kinderkrankheiten: Die meisten Kinder machen sie vor dem zehnten Lebensjahr durch, und fast immer heilt die Erkrankung innerhalb von etwa zehn Tagen von selbst aus. In Luxemburg sind der Kinderarzt oder der Hausarzt die richtigen Ansprechpartner, um die Diagnose zu bestätigen, die Krankheit zu begleiten und die seltenen Situationen zu erkennen, die besondere Aufmerksamkeit brauchen.
Der Ausschlag hat eine recht typische Handschrift. Meist beginnt es mit mäßigem Fieber und einigen roten Flecken am Rumpf oder auf der Kopfhaut. Innerhalb weniger Stunden entwickeln sich daraus kleine Bläschen mit klarer Flüssigkeit auf gerötetem Grund — das klassische Bild wird gern mit „Tautropfen auf einem Rosenblatt“ verglichen. Die Bläschen trüben sich anschließend ein, platzen auf und trocknen zu Krusten ein.
Was Windpocken von vielen anderen Ausschlägen unterscheidet: Die Bläschen kommen in mehreren Schüben über drei bis fünf Tage. Auf derselben Haut finden sich deshalb gleichzeitig frische rote Flecken, pralle Bläschen und bereits verkrustete Stellen — man spricht vom „Sternenhimmel“-Bild. Der Ausschlag betrifft Rumpf, Gesicht und Kopfhaut und kann auch die Mundschleimhaut oder den Genitalbereich erreichen, was Essen und Waschen zeitweise unangenehm macht. Und er juckt, oft heftig — für Kind und Eltern die eigentliche Belastungsprobe der Windpocken.
Windpocken werden über Tröpfchen aus den Atemwegen und über den Kontakt mit der Bläschenflüssigkeit übertragen. Das Tückische: Ein Kind ist schon ein bis zwei Tage vor den ersten Bläschen ansteckend, während es lediglich etwas erkältet oder müde wirkt. Genau deshalb breiten sich Windpocken in Krippe oder Schule so rasant aus — wenn der erste Fall erkannt wird, hat das Virus längst die Runde gemacht. Ansteckend bleibt das Kind, bis alle Hautstellen verkrustet sind, in der Regel fünf bis sieben Tage nach Beginn des Ausschlags.
In der großen Mehrzahl der Fälle verlaufen Windpocken vorhersehbar. Das Fieber bleibt mäßig und dauert zwei bis drei Tage. Die Bläschenschübe ziehen sich über drei bis fünf Tage, danach trocknet alles nach und nach ein. Nach etwa zehn Tagen bleiben nur noch Krusten, die von selbst abfallen — ohne Narben, sofern das Kind sie nicht abgekratzt hat. Nach der Erkrankung bleibt das Virus schlafend im Körper: Dasselbe Virus kann Jahre oder Jahrzehnte später als Gürtelrose wieder aufwachen.
Der eigentliche Kampf bei Windpocken gilt dem Juckreiz und vor allem dem Kratzen, das die Bläschen infiziert und Narben hinterlässt. Einige einfache Maßnahmen helfen wirklich:
Der Arzt kann eine lokale Behandlung zum Austrocknen der Bläschen verordnen oder etwas gegen den Juckreiz, wenn dieser das Kind nicht schlafen lässt. Ein Punkt verlangt echte Vorsicht: Bei Windpocken sind einige gängige Schmerz- und Fiebermittel nicht zu empfehlen und können Komplikationen begünstigen. Geben Sie deshalb nichts gegen Fieber oder Schmerzen auf eigene Faust, ohne vorher mit Arzt oder Apotheker zu klären, was in dieser Situation erlaubt ist.
Bei typischen Windpocken eines ansonsten gesunden Kindes genügt ein Termin beim Kinderarzt oder Hausarzt, um die Diagnose zu bestätigen und die Pflege zu besprechen. Manche Situationen erfordern jedoch rasch ärztlichen Rat:
Auch Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten, unabhängig vom Alter, gleich nach dem Kontakt mit einem Windpocken-Fall ihren Arzt kontaktieren. Bei Atemnot oder Bewusstseinsstörungen wählen Sie den Notruf 112.
Wer sich erst als Erwachsener ansteckt, erlebt Windpocken deutlich härter als ein Kind: höheres Fieber, ausgedehnterer Ausschlag und ein größeres Risiko für Komplikationen, insbesondere der Lunge. Ein Erwachsener, der die Krankheit nie hatte und einen verdächtigen Ausschlag entwickelt, sollte zügig zum Hausarzt gehen — in den ersten Stunden kann eine antivirale Behandlung erwogen werden. Die Gürtelrose wiederum ist keine Neuansteckung, sondern die Reaktivierung des Virus, das nach den Windpocken der Kindheit schlafend im Körper geblieben ist.
In Luxemburg betreut üblicherweise der Kinderarzt Säuglinge und kleine Kinder, während der Hausarzt größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene versorgt; beide können direkt und ohne Überweisung aufgesucht werden. Konsultationen und verordnete Behandlungen werden von der Gesundheitskasse nach den üblichen Regeln der Krankenversicherung übernommen; die Einzelheiten finden Sie auf der Website der CNS. Eine Impfung gegen Windpocken existiert und kann je nach Situation des Kindes oder Jugendlichen mit dem Kinderarzt besprochen werden. Über Doctipro können Sie direkt einen Termin bei einem Kinderarzt oder Hausarzt in Ihrer Nähe buchen.
Diese Inhalte dienen nur zur Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Im Zweifel wenden Sie sich an einen Arzt; im Notfall wählen Sie die 112.
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Médecin généraliste - Esthétique
Luxembourg Dental Medical Centre 7a Rue de Bonnevoie, 1260 Luxembourg-Gare, Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch Englisch
Médecine Générale & Médecine Esthétique
Dr. Koizan Medical Practice 5b Rue François Hogenberg, 1735 Gasperich Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch
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Médecin Généraliste (Urgentiste)
Northern Hospital Centre (CHdN) 120 Av. Lucien Salentiny, 9080 Ettelbruck, Luxembourg Gesprochene Sprache(n) :Französisch
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Ein Kind mit Windpocken ist ansteckend, bis alle Hautstellen verkrustet sind — in der Regel fünf bis sieben Tage nach Beginn des Ausschlags. Die meisten Krippen und Schulen verlangen, das Kind für diese Zeit zu Hause zu behalten; in den ersten Tagen ist es ohnehin oft müde und fiebrig. Erkundigen Sie sich nach den Regeln Ihrer Einrichtung und lassen Sie den Zeitpunkt der Rückkehr vom Arzt bestätigen.
Das ist selten. Eine durchgemachte Windpocken-Erkrankung hinterlässt in aller Regel eine dauerhafte Immunität, die in der großen Mehrzahl der Fälle lebenslang schützt. Sehr seltene Zweiterkrankungen kommen vor, meist wenn die erste Episode sehr mild oder sehr früh verlief. Das Virus bleibt allerdings schlafend im Körper und kann Jahre später als Gürtelrose wieder aktiv werden — das ist keine Neuansteckung.
Wenn Sie die Windpocken bereits hatten oder geimpft sind, sind Sie und Ihr Baby normalerweise geschützt. Hatten Sie sie nie oder sind Sie unsicher, rufen Sie Ihren Arzt oder Frauenarzt an, ohne Symptome abzuwarten: Ein Bluttest kann Ihre Immunität prüfen, und bei Bedarf kann rasch eine vorbeugende Behandlung angeboten werden. Windpocken in der Schwangerschaft erfordern eine besondere Betreuung, vor allem in der Frühschwangerschaft und rund um die Geburt.
Narben entstehen fast immer durch Kratzen und durch infizierte Bläschen. Die besten Mittel: ganz kurze Fingernägel, kurze lauwarme Duschen mit milder Seife, lockere Baumwollkleidung und ein vom Arzt verordnetes Mittel gegen den Juckreiz, wenn das Kind trotz allem kratzt. Lassen Sie die Krusten von selbst abfallen und kratzen Sie sie nie ab. Nach der Abheilung sollten noch rosige Hautstellen einige Monate vor der Sonne geschützt werden.
Ja, eine Windpocken-Impfung existiert und wird seit vielen Jahren eingesetzt. Sie kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen angeboten werden, die die Krankheit nie hatten — je nach individueller Situation. Besprechen Sie die Entscheidung mit dem Kinderarzt oder Hausarzt: Er wägt den Nutzen der Impfung nach Alter, Vorgeschichte und familiärem Umfeld ab, etwa wenn eine geschwächte Person oder eine Schwangere im Haushalt lebt.